Global player, regional payer

28 02 2008

Red Bull in FuschlFuschl ist das Zentrum des „global player“ Red Bull.

Phaenomenal, ja, mir faellt kein anderes Wort ein. Es ist ein Phaenomen, wie man mit sehr, sehr viel Geld Qualität schaffen kann. Der „global player“ ist ein „regional payer“. Ich spreche von Dietrich Mateschitz, Eigentümer von Red Bull, dem Firmenimperium, das regional in Fuschl, und Salzburg eine Rolle spielt.

Sinn fuer das Schöne wird sowohl beim Firmensitz in Fuschl als auch beim  Hangar in  Salzburg sichtbar. Beide Bauwerke strahlen das Besondere aus. Eingebettet in die Seen- und Gebirgslandschaft ruht das Firmenimperium im künstlichen Teich. In Salzburg leuchtet der Glasturm des Nachts über die Industrie- und Flughafenzone von Salzburg.

Schön, wirklich edel ist die Ausstattung des Cafe- Restaurants Carpe Diem in der Getreidegasse. Ich liebe die Fauteuils im ersten Stock und die distanziert-freundliche Wärme der Angestellten. Beim Plauscherl im Vorgarten, die Beine in warme Decken gehüllt, sitzt man auf edlen Möbeln und betrachtet den Durchzug der Touristen in der Getreidegasse. Nicht nur im Internet auch in der Ausstattung des Lokals wird das Edle sichtbar. Die Rundung der Teetasse, die einfache Farbe und die mehrmals gefalteten Handtücher in der eleganten Damentoilette sind genial.

Dabei denke ich an die Zeit der absolutistischen Herrschaft in Salzburg. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ 40 Häuser schleifen, um seinen Dom bauen zu können. Später wurde er in die Festung verbannt, vom eigenen Neffen, Erzbischof Markus Sittikus. Die Jahre in der Verbannung wünsche ich Dietrich Mateschitz nicht und die Demokratie kennt auch wesentlich geschicktere Schachzüge um zu absoluten Zielen zu gelangen. Die Vertreter des Geldadels verbünden sich mit dem Politadel und gelangen auf diese Weise zu gemeinsamen Ergebnissen, die wiederum zu erstklassigen Gebäuden führen. Grundstücke in Fuschl werden zu guten Preisen den Eigentümern abgekauft um ein architektonisch einheitliches Bild schaffen zu können.

Auf diese Weise entstehen Jahrhundertbauten.

Ich habe von von Ignoranz geprägten, langweiligen und übertrieben geschmacklosen Massebauten der Versicherungen und Banken die Nase voll. Es tut wirklich gut, Formen und Materialien in Einheit vollendet, zu fühlen. Was der Dom an geistiger Energie vermittelt, ist das Wasser in der Red Bull Zentrale in Fuschl am See oder die enorme Höhe und Luft im Hangar.

Regional payers mit Stil und Sinn fuer das Schoene;


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